Dubai – die Stadt der Superlative

März 2018

Dubai Creek ist ein Wasserarm, der vom Persischen Golf aus in die Stadt hineinragt. Mit Abras, den Wassertaxis kann man von einer Seite zur anderen übersetzen. Zum Beispiel vom Gold Souk zum Textile Souk, wo es „echte“ Kaschmirschals zu kaufen gibt. Das behaupten zumindest die Verkäufer. Stimmungsvoll wird es abends: dann sind die Restaurantschiffe unterwegs.

Ebenfalls am Creek liegt das historische Viertel Al Fahidi. Die traditionellen Häuser wurden restauriert und geben einen Eindruck vom Leben in Dubai vor dem Öl. Aktuell wird in fast jedem Haus moderne Kunst ausgestellt. Rein zufällig gerate ich in die Eröffnungsfeier, wo man gespannt auf den Ehrengast, die Tochter des Scheichs, wartet.

Vom ursprünglichen Teil der Stadt bringt mich die Fähre in zwei Stunden zur Marina, die einen eigenen Stadtteil bildet. Schaukelnderweise zieht die Skyline an mir vorbei mit Burj Al Arab, dem berühmten Sieben-Sterne-Hotel in Form eines Segels und Burj Al Khalifa, dem höchsten Turm der Welt. Dann kommt das Hotel Atlantis in Sicht. Es steht auf der Spitze der künstlich angelegten Insel, die von oben wie eine Palme aussieht.
Ganz in der Nähe liegt Jumeirah Beach, bestehend aus Strand, Läden und Restaurants mit einer internationalen, aber keinesfalls orientalischen Atmosphäre. Die schwarzen Abayas der Frauen sieht man eher selten.

Heute ist mein Strand- und Wüstentag, also Sand mit und ohne Wasser. Zum Al Mamzar Park gehört ein großer gepflegter Strandabschnitt und ein Park, in dem sich Freunde und Familien zum Grillen treffen.
Und dann endlich die Wüste! Schon viele Jahre habe ich mir gewünscht, einmal in der Wüste zu sein. Aber meine Vorstellung war wohl etwas zu romantisch. Statt einer stillen, erhabenen Weite in einem Meer aus Sand steht Dune Bashing auf dem Programm. Als ich in das Auto steige und die Überrollbügel sehe, wird mir klar, dass dies wohl eine ziemlich rustikale Tour wird. Der Fahrer lässt Luft aus den Reifen, damit der Wagen nicht steckenbleibt und schon geht’s die Dünen rauf und runter.
Sehr viel geruhsamer ist die kurze Runde auf dem Kamel. Für den Abstieg wird es wohl keinen Preis für Eleganz geben, aber es hat Spaß gemacht.

828 Meter ist Burj Khalifa hoch und damit (noch) das höchste Gebäude der Welt. Gleich nebenan steht das größte Einkaufszentrum der Welt. Ich fühle mich darin ein bisschen wie in den Casinos von Las Vegas: es scheint keinen Ausgang zu geben. Shopping-Enthusiasten können problemlos den ganzen Tag hier zubringen und zwischendurch die Haie im Riesenaquarium beobachten, auf der Eisfläche Schlittschuhlaufen und den tanzenden Fontänen zuschauen. Vor der Tür parken die neuesten, modernsten und teuersten Autos.

Es gibt Taxen, die eindeutig als solche gekennzeichnet sind. Sie haben ein rotes oder blaues Dach (pink für Frauentaxis). Fahrten werden nicht wie bei uns nach Zeit, sondern nach Entfernung per Taxameter berechnet.

Daneben gibt es noch schwarze oder weiße Taxis ohne Beschriftung. Hier muss der Preis ausgehandelt werden, aber sie sind grundsätzlich teurer als die anderen Taxis.

Metros sind klimatisiert und blitzsauber. Die Bahnen bewegen sich fahrerlos und halten exakt vor den Bahnsteigtüren. Bestimmte Abteile sind Frauen vorbehalten. Ein Daily Pass rechnet sich schon bei drei Fahrten pro Tag. Sie gelten auch für die Busse.

Man sollte auf jeden Fall vermeiden, in den Stoßzeiten die Metro zu benutzen. Die Drängelei ist unvorstellbar. Gern wird auch im Frauenabteil ein gekonnter Hüftschwung benutzt, um sich Platz zu schaffen. Glücklicherweise konnte ich meine 1,68 Meter ins Spiel bringen und mich damit einigermaßen behaupten, denn alle Frauen waren kleiner als ich. Aber es geht wirklich ruppig zu. Übrigens kann man als Frau das Abteil frei wählen. Wenn sich allerdings Männer in die pinkfarbene Zone verirren, werden sie sogleich gebeten, das Abteil zu wechseln. Die Metro beendet ihren Fahrten je nach Station zwischen 23 Uhr und Mitternacht.

Mir hat das Sheraton Dubai Creek sehr gut gefallen. Die Zimmer zur Wasserseite bieten einen herrlichen Blick über den Creek und die Skyline mit Burj Khalifa.
(Und nein, für diese Empfehlung habe ich keinerlei Zuwendungen bekommen, ich habe den Aufenthalt komplett selbst bezahlt.)

In meinem Hotel konnte man sich Räder leihen, aber Fahrräder kommen in der Verkehrsplanung von Dubai einfach nicht vor. Vermeintliche Fahrradwege enden im Nichts und mit den Autos hier würde ich mich lieber nicht anlegen. Nach einer halben Stunde habe ich das Rad etwas entnervt wieder abgegeben.

2 Kommentare

  1. Kommentar von Sarah

    Sarah April 2018 at 15:08

    Das sieht ja wirklich traumhaft aus!! 🙂

  2. Kommentar von monika

    monika April 2018 at 07:32

    ja, Dubai hat wirklich eine Menge zu bieten.

Kommentar

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