Weihnachtsmarkt in Hameln

Dezember 2015

Weihnachtsmarkt in Hameln

Der Hamelner Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten in Norddeutschland – und wahrlich, die siebzig Stände vor der Kulisse aus Fachwerk und Weserrenaissance locken jedes Jahr mehr Besucher an. Rund um das Hochzeitshaus und die Marktkirche werden Kerzen, Schmuck, Laternen, Mützen feilgeboten. Warme Pullover und Fellpuschen sind bei den frühlingshaften Temperaturen weniger gefragt. Ich fürchte, sie werden mit ihrem gesamten Bestand am 23. Dezember wieder nach Hause fahren. Was jedoch immer geht, ist Essbares, sei es süß oder herzhaft. Und Glühwein. „Man“ trifft sich bei Fisch Meyer und auch ich bleibe dort jedes Mal hängen. Meyers weißer Glühwein hat in diesem Jahr allerdings starke Konkurrenz auf meiner Favoritenliste bekommen: in Heinrichts Glüheck gibt es selbstgemachten Fruchtwein, der gewürzt und erhitzt nicht nur eine besondere Note hat, sondern auch mehr Promille, wie mir scheint. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es in einer Testreihe neulich schon der dritte war …

Glücklicherweise gibt es wenige Buden, die mich eher an einen Rummel erinnern. Viele Marktbeschicker kommen hier aus der Gegend und das gefällt mir.

Dieses Jahr hat sich die Stadt etwas Neues ausgedacht. Der Weihnachtsmarkt steht unter dem Motto „Sagenhafte Winterzeit“. Dazu gehört, dass die Rattenfängersage in leuchtenden Versen über dem Weihnachtsmarkt schwebt. Die ganze Geschichte ist allerdings arg verkürzt. Deshalb versuche ich mal, die Lücken zu füllen.

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In Hameln gab es früher viele Mühlen und das Mehl zog die Nager magisch an. Übrigens ist auch ein Mahlstein im Stadtwappen verewigt – aber das nur nebenbei.

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Bis es soweit war, passierte einiges: Die Ratten waren begreiflicherweise unerwünscht und sollten so schnell wie möglich eliminiert werden. Hiermit waren die Katzen jedoch restlos überfordert. Da traf es sich, dass ein etwas abgerockter Typ, von dem keiner wusste, wo er eigentlich herkam, in die Stadt spazierte und vollmundig behauptete, dass er mit den Tieren kurzen Prozess machen könne. Der Stadtrat war begeistert und versprach ihm ein kleines Vermögen.

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Was bisher geschah: Hameln war nun rattenfreie Zone. Wie Politiker manchmal so sind, konnten sich die Stadtväter nicht mehr daran erinnern, was sie noch vor kurzem versprochen hatten. Nicht mal der Mindestlohn war drin. So zog der Unbekannte wieder seine Flöte hervor und spielte „Atemlos durch die Nacht“ in der Version von 1284 und nahm die Hamelner Jugend mit auf einen Trip.

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Leider gibt es kein Happy End. Aber soweit ich weiß, hat sich die Zahlungsmoral gebessert.

Der Hamelner Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten in Norddeutschland – und wahrlich, die siebzig Stände vor der Kulisse aus Fachwerk und Weserrenaissance locken jedes Jahr mehr Besucher an. Rund um das Hochzeitshaus und die Marktkirche werden Kerzen, Schmuck, Laternen, Mützen feilgeboten. Warme Pullover und Fellpuschen sind bei den frühlingshaften Temperaturen weniger gefragt. Ich fürchte, sie werden mit ihrem gesamten Bestand am 23. Dezember wieder nach Hause fahren. Was jedoch immer geht, ist Essbares, sei es süß oder herzhaft. Und Glühwein. „Man“ trifft sich bei Fisch Meyer und auch ich bleibe dort jedes Mal hängen. Meyers weißer Glühwein hat in diesem Jahr allerdings starke Konkurrenz auf meiner Favoritenliste bekommen: in Heinrichts Glüheck gibt es selbstgemachten Fruchtwein, der gewürzt und erhitzt nicht nur eine besondere Note hat, sondern auch mehr Promille, wie mir scheint. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es in einer Testreihe neulich schon der dritte war …

Glücklicherweise gibt es wenige Buden, die mich eher an einen Rummel erinnern. Viele Marktbeschicker kommen hier aus der Gegend und das gefällt mir.

Dieses Jahr hat sich die Stadt etwas Neues ausgedacht. Der Weihnachtsmarkt steht unter dem Motto „Sagenhafte Winterzeit“. Dazu gehört, dass die Rattenfängersage in leuchtenden Versen über dem Weihnachtsmarkt schwebt. Die ganze Geschichte ist allerdings arg verkürzt. Deshalb versuche ich mal, die Lücken zu füllen.

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In Hameln gab es früher viele Mühlen und das Mehl zog die Nager magisch an. Übrigens ist auch ein Mahlstein im Stadtwappen verewigt – aber das nur nebenbei.

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Bis es soweit war, passierte einiges: Die Ratten waren begreiflicherweise unerwünscht und sollten so schnell wie möglich eliminiert werden. Hiermit waren die Katzen jedoch restlos überfordert. Da traf es sich, dass ein etwas abgerockter Typ, von dem keiner wusste, wo er eigentlich herkam, in die Stadt spazierte und vollmundig behauptete, dass er mit den Tieren kurzen Prozess machen könne. Der Stadtrat war begeistert und versprach ihm ein kleines Vermögen.

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Was bisher geschah: Hameln war nun rattenfreie Zone. Wie Politiker manchmal so sind, konnten sich die Stadtväter nicht mehr daran erinnern, was sie noch vor kurzem versprochen hatten. Nicht mal der Mindestlohn war drin. So zog der Unbekannte wieder seine Flöte hervor und spielte „Atemlos durch die Nacht“ in der Version von 1284 und nahm die Hamelner Jugend mit auf einen Trip.

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Leider gibt es kein Happy End. Aber soweit ich weiß, hat sich die Zahlungsmoral gebessert.

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