Helsinki, ein Tag und keine Nacht

Juni 2015

30 Stunden sind nicht viel, um mit einer Stadt warm zu werden. Davon ziehen wir noch ab: etwas Schlafenszeit und kleine Fluchten vor dem kalten, bisweilen scharfen Wind. Jawohl, liebe Leute, es ist Juni. Aber nehmt trotzdem lieber ein warmes Halstuch mit, wenn ihr nach Helsinki fahrt. Und genießt den strahlend blauen Himmel.

Wenn ich monatelang die Sonne kaum sähe, dann würde ich es mir auch drinnen so richtig gemütlich machen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb sich Helsinki gleich einen ganzen Design District leistet. In den Läden für Inneneinrichtung steht nicht viel Staubfänger-Gedöns herum, sondern Dinge, die auch eine Funktion haben. Schlicht und schön, gutes Design eben.

Schlichtes nordisches Design der berühmten finnischen Marke Iittala

Schlichtes nordisches Design der berühmten finnischen Marke Iittala

Kleidsames abseits von 08/15 gibt es vor allem in der Uudenmaankatu. Oder ist es die Nylandsgatan? Der Groschen fällt ein bisschen spät, aber er fällt: In Finnland spricht man offiziell sowohl Finnisch als auch Schwedisch und deshalb sind natürlich auch die Straßennamen zweisprachig, auch wenn nur 5% der Finnen Schwedisch als ihre Muttersprache betrachten.

Ein Blick oberhalb der Schaufenster im Design District lohnt sich ebenfalls: Jugendstilfassaden, und zwar in einer nordischen Variante – etwas weniger Motive aus der Natur, dafür mehr grafische Ornamente.

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Kallio-Kirche

Kallio-Kirche

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Das erste, was sich mir auf dem Weg vom Schiffsanleger ins Zentrum entgegenstellt, ist Wanha Kaupahalli, die alte Markthalle. Der ideale Stopp für den kleinen Hunger auf appetitlich angerichtetes Backwerk, Schokolade und alle Arten von Fisch. In kleinen Cafés innerhalb der Markthalle kann man sich kurz niederlassen und das Volk an sich vorbei ziehen lassen.

Wahna Kaupahali, die alte Markthalle von außen ...

Wahna Kaupahalli, die alte Markthalle von außen …

 

... und von innen

… und von innen

 

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Größere Tiere sind in handlichen Dosen verpackt

Größere Tiere sind in handlichen Dosen verpackt

 

Dieses unaussprechliche Oval gibt es zum Frühstück. Weder süß noch salzig, eher geschmacksneutral

Dieses unaussprechliche Oval gibt es zum Frühstück. Weder süß noch salzig, eher geschmacksneutral

 

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Vom Hafen aus ist es unmöglich, den Dom zu ignorieren, schon allein deshalb, weil er auf einem Hügel thront. Im Inneren gibt er sich eher schlicht. Ist ja auch ein protestantisches Gebäude.

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Wesentlich opulenter ist die orthodoxe Uspenski-Kathedrale ausgestattet, ein kompletter Gegenentwurf zum Dom. Die Kathedrale stammt aus der Zeit, als Finnland noch zu Russland gehörte, so gegen 1868.

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Gleich nebenan: ehemalige Hafenlagerhallen, die heute schicke Restaurants beherbergen

Gleich nebenan: ehemalige Hafenlagerhallen, die heute schicke Restaurants beherbergen

 

Ich hab’s mit eigenen Augen gesehen: auch die Finnen tanzen Salsa – und zwar draußen. Jeden Sonntag Abend von 18 bis 21 Uhr versammeln sich die Salseros und Salseras auf einer Open-Air-Tanzfläche hinter der Oper und lassen mich vergessen, dass ich gerade auf demselben Breitengrad stehe, auf dem auch die Südspitze Grönlands liegt, also weit, weit entfernt von den Tropen.

Salsa hinter der Oper

Salsa hinter der Oper

 

Inzwischen ist es Mitternacht, aber das Licht will einfach nicht weichen. Schon Anfang Juni bleibt immer noch ein Restlicht zwischen Abend und Morgen. Mir fällt es schwer, schlafen zu gehen. Ich könnte ja noch eine Straße durchstreifen … und noch eine. Irgendwann lässt meine Kondition nach. Na gut, dann schlafe ich eben. Schon um kurz vor fünf Uhr steht die Sonne wieder strahlend am Firmament. Ob die Finnen wohl nur im Winter schlafen? Dann aber gleich durchgehend ein paar Monate lang?

Dieser eine Tag war nur so etwas wie ein Probierhäppchen für Helsinki und hat gerade mal gereicht, um durch das Zentrum zu laufen und mich von den Touristenmagneten anziehen zu lassen. Das nächste Mal möchte ich in Stadtteile wie Kallio und Katajanokka eintauchen, auf den Inseln Korkeasaari und Seurasaari flanieren, in der Sauna schwitzen und vor allem die Finnen kennen lernen. Helsinki, wir sehen uns!

 

Zu dieser Reise nach Helsinki hat mich die Tallink Silja Line eingeladen. Vielen Dank für diese Neuentdeckung, die bisher außerhalb meines Radars lag!

30 Stunden sind nicht viel, um mit einer Stadt warm zu werden. Davon ziehen wir noch ab: etwas Schlafenszeit und kleine Fluchten vor dem kalten, bisweilen scharfen Wind. Jawohl, liebe Leute, es ist Juni. Aber nehmt trotzdem lieber ein warmes Halstuch mit, wenn ihr nach Helsinki fahrt. Und genießt den strahlend blauen Himmel.

Wenn ich monatelang die Sonne kaum sähe, dann würde ich es mir auch drinnen so richtig gemütlich machen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb sich Helsinki gleich einen ganzen Design District leistet. In den Läden für Inneneinrichtung steht nicht viel Staubfänger-Gedöns herum, sondern Dinge, die auch eine Funktion haben. Schlicht und schön, gutes Design eben.

Schlichtes nordisches Design der berühmten finnischen Marke Iittala

Schlichtes nordisches Design der berühmten finnischen Marke Iittala

Kleidsames abseits von 08/15 gibt es vor allem in der Uudenmaankatu. Oder ist es die Nylandsgatan? Der Groschen fällt ein bisschen spät, aber er fällt: In Finnland spricht man offiziell sowohl Finnisch als auch Schwedisch und deshalb sind natürlich auch die Straßennamen zweisprachig, auch wenn nur 5% der Finnen Schwedisch als ihre Muttersprache betrachten.

Ein Blick oberhalb der Schaufenster im Design District lohnt sich ebenfalls: Jugendstilfassaden, und zwar in einer nordischen Variante – etwas weniger Motive aus der Natur, dafür mehr grafische Ornamente.

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Kallio-Kirche

Kallio-Kirche

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Das erste, was sich mir auf dem Weg vom Schiffsanleger ins Zentrum entgegenstellt, ist Wanha Kaupahalli, die alte Markthalle. Der ideale Stopp für den kleinen Hunger auf appetitlich angerichtetes Backwerk, Schokolade und alle Arten von Fisch. In kleinen Cafés innerhalb der Markthalle kann man sich kurz niederlassen und das Volk an sich vorbei ziehen lassen.

Wahna Kaupahali, die alte Markthalle von außen ...

Wahna Kaupahalli, die alte Markthalle von außen …

 

... und von innen

… und von innen

 

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Größere Tiere sind in handlichen Dosen verpackt

Größere Tiere sind in handlichen Dosen verpackt

 

Dieses unaussprechliche Oval gibt es zum Frühstück. Weder süß noch salzig, eher geschmacksneutral

Dieses unaussprechliche Oval gibt es zum Frühstück. Weder süß noch salzig, eher geschmacksneutral

 

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Vom Hafen aus ist es unmöglich, den Dom zu ignorieren, schon allein deshalb, weil er auf einem Hügel thront. Im Inneren gibt er sich eher schlicht. Ist ja auch ein protestantisches Gebäude.

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Wesentlich opulenter ist die orthodoxe Uspenski-Kathedrale ausgestattet, ein kompletter Gegenentwurf zum Dom. Die Kathedrale stammt aus der Zeit, als Finnland noch zu Russland gehörte, so gegen 1868.

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Gleich nebenan: ehemalige Hafenlagerhallen, die heute schicke Restaurants beherbergen

Gleich nebenan: ehemalige Hafenlagerhallen, die heute schicke Restaurants beherbergen

 

Ich hab’s mit eigenen Augen gesehen: auch die Finnen tanzen Salsa – und zwar draußen. Jeden Sonntag Abend von 18 bis 21 Uhr versammeln sich die Salseros und Salseras auf einer Open-Air-Tanzfläche hinter der Oper und lassen mich vergessen, dass ich gerade auf demselben Breitengrad stehe, auf dem auch die Südspitze Grönlands liegt, also weit, weit entfernt von den Tropen.

Salsa hinter der Oper

Salsa hinter der Oper

 

Inzwischen ist es Mitternacht, aber das Licht will einfach nicht weichen. Schon Anfang Juni bleibt immer noch ein Restlicht zwischen Abend und Morgen. Mir fällt es schwer, schlafen zu gehen. Ich könnte ja noch eine Straße durchstreifen … und noch eine. Irgendwann lässt meine Kondition nach. Na gut, dann schlafe ich eben. Schon um kurz vor fünf Uhr steht die Sonne wieder strahlend am Firmament. Ob die Finnen wohl nur im Winter schlafen? Dann aber gleich durchgehend ein paar Monate lang?

Dieser eine Tag war nur so etwas wie ein Probierhäppchen für Helsinki und hat gerade mal gereicht, um durch das Zentrum zu laufen und mich von den Touristenmagneten anziehen zu lassen. Das nächste Mal möchte ich in Stadtteile wie Kallio und Katajanokka eintauchen, auf den Inseln Korkeasaari und Seurasaari flanieren, in der Sauna schwitzen und vor allem die Finnen kennen lernen. Helsinki, wir sehen uns!

 

Zu dieser Reise nach Helsinki hat mich die Tallink Silja Line eingeladen. Vielen Dank für diese Neuentdeckung, die bisher außerhalb meines Radars lag!

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