Dein Freund und Helfer in Muscat

Januar 2014

Ich wollte so schlau sein. Nur Handgepäck mitnehmen und damit die endlose Warterei vor dem Gepäckband umgehen und schnell in meiner Unterkunft sein.  Und dann kam es doch anders. Aber von vorn: Ankunftszeit 23.15 in Muscat. Zuerst reihe ich mich in die mittellange Schlange vor dem obligatorischen Geldumtausch aus, das Visum kann nämlich nur bar bezahlt werden. Nahtlos schließt sich die Schlange für das Visum an. Endlich ist der Stempel im Pass. Am Gepäckband marschiere ich jetzt lässig vorbei, obwohl mein Koffer, wenn ich einen aufgegeben hätte, mittlerweile schon lange auf mich warten würde. Jetzt noch rasch das Auto abholen, das ich bereits in Deutschland gebucht hatte. Glücklicherweise ist nur eine Person vor mir. Europcar hält aber noch eine Überraschung bereit – Computerausfall. Mit den anderen verhinderten Autofahrern tausche ich inzwischen Reiseanekdoten aus. Man muss ja irgendwie wach bleiben … Zwei Stunden nach meiner Ankunft überlege ich, ob ich nicht einfach auf einer Bank übernachten sollte. Und dann geschieht das Wunder: ich habe endlich den Autoschlüssel in der Hand. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass ich endlich losfahren kann. Das Auto ist nämlich zugeparkt. Ich will doch nur schlafen. Noch ein Riesenpalaver und dann bin ich endlich auf dem Sultan Qaboos Highway. Laut Zeichnung ist der Weg zur Pension sehr einfach. Nur nach neun Kilometern die dritte Ausfahrt am Kreisel nehmen, Richtung Udhaiba. Udh… und schon vorbei. Der Kreisel war gar kein Kreisel, sondern eine Ausfahrt. Um mich zu ärgern, bin ich jetzt zu müde. Nach einer gefühlten weiteren Viertelstunde bin ich zurück an der richtigen Ausfahrt. Wie so oft im Leben gibt es zwei Möglichkeiten: ganz rechts oder ein bisschen rechts abbiegen. Ich kann mich nicht entscheiden und halte erstmal in der Mitte an. Ist ja sowieso niemand mehr unterwegs, den ich behindern könnte. Niemand … nur ein einziges Polizeiauto, und zwar direkt hinter mir. Erfreut mich zu sehen, schalten sie ihre schicken blauen Lampen an. Na, dann halte ich lieber ordnungsgemäß am Straßenrand an. Ich will aussteigen – schon wieder falsch. Der Polizist zeigt mir mit Gesten und einem sehr ernsten Gesicht, dass ich mal schön sitzen bleiben soll. Er möchte lieber durch das geöffnete Fenster mit mir sprechen. Ich erkläre meine verzweifelte Lage und zeige ihm den Lageplan. Er überlegt eine Weile und bietet dann an, mir den Weg zu zeigen. Ist das wirklich wahr? Dann habe ich ja am Ende doch noch den Hauptgewinn gezogen: mit Polizeieskorte bis zur lang ersehnten Schlafgelegenheit! Jetzt ist alles ganz einfach – dachte ich. Die Streife fährt rechts ran, ich auch. Der Polizist möchte noch mal den Zettel sehen und nimmt ihn vorsichtshalber mit. Nach diversen Wendemanövern passiert das Unfassbare: angekommen! Mein Freund und Helfer strahlt jetzt, als er mir den Zettel zurückgibt. Wahrscheinlich ist er genauso froh wie ich.
An der Haustür hängt – man glaubt es kaum – ein Zettel: „Hallo Monika, dein Zimmer ist die #2. Einfach reingehen und die Treppe in den 1. Stock nehmen, das Zimmer ist offen.“ Damit findet die Schnitzeljagd in Zimmer 2 um 2.30 Uhr ihr glückliches Ende und ich bin gespannt auf das Land, in dem man die Haustür einfach offen lassen kann.

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Ich wollte so schlau sein. Nur Handgepäck mitnehmen und damit die endlose Warterei vor dem Gepäckband umgehen und schnell in meiner Unterkunft sein.  Und dann kam es doch anders. Aber von vorn: Ankunftszeit 23.15 in Muscat. Zuerst reihe ich mich in die mittellange Schlange vor dem obligatorischen Geldumtausch aus, das Visum kann nämlich nur bar bezahlt werden. Nahtlos schließt sich die Schlange für das Visum an. Endlich ist der Stempel im Pass. Am Gepäckband marschiere ich jetzt lässig vorbei, obwohl mein Koffer, wenn ich einen aufgegeben hätte, mittlerweile schon lange auf mich warten würde. Jetzt noch rasch das Auto abholen, das ich bereits in Deutschland gebucht hatte. Glücklicherweise ist nur eine Person vor mir. Europcar hält aber noch eine Überraschung bereit – Computerausfall. Mit den anderen verhinderten Autofahrern tausche ich inzwischen Reiseanekdoten aus. Man muss ja irgendwie wach bleiben … Zwei Stunden nach meiner Ankunft überlege ich, ob ich nicht einfach auf einer Bank übernachten sollte. Und dann geschieht das Wunder: ich habe endlich den Autoschlüssel in der Hand. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass ich endlich losfahren kann. Das Auto ist nämlich zugeparkt. Ich will doch nur schlafen. Noch ein Riesenpalaver und dann bin ich endlich auf dem Sultan Qaboos Highway. Laut Zeichnung ist der Weg zur Pension sehr einfach. Nur nach neun Kilometern die dritte Ausfahrt am Kreisel nehmen, Richtung Udhaiba. Udh… und schon vorbei. Der Kreisel war gar kein Kreisel, sondern eine Ausfahrt. Um mich zu ärgern, bin ich jetzt zu müde. Nach einer gefühlten weiteren Viertelstunde bin ich zurück an der richtigen Ausfahrt. Wie so oft im Leben gibt es zwei Möglichkeiten: ganz rechts oder ein bisschen rechts abbiegen. Ich kann mich nicht entscheiden und halte erstmal in der Mitte an. Ist ja sowieso niemand mehr unterwegs, den ich behindern könnte. Niemand … nur ein einziges Polizeiauto, und zwar direkt hinter mir. Erfreut mich zu sehen, schalten sie ihre schicken blauen Lampen an. Na, dann halte ich lieber ordnungsgemäß am Straßenrand an. Ich will aussteigen – schon wieder falsch. Der Polizist zeigt mir mit Gesten und einem sehr ernsten Gesicht, dass ich mal schön sitzen bleiben soll. Er möchte lieber durch das geöffnete Fenster mit mir sprechen. Ich erkläre meine verzweifelte Lage und zeige ihm den Lageplan. Er überlegt eine Weile und bietet dann an, mir den Weg zu zeigen. Ist das wirklich wahr? Dann habe ich ja am Ende doch noch den Hauptgewinn gezogen: mit Polizeieskorte bis zur lang ersehnten Schlafgelegenheit! Jetzt ist alles ganz einfach – dachte ich. Die Streife fährt rechts ran, ich auch. Der Polizist möchte noch mal den Zettel sehen und nimmt ihn vorsichtshalber mit. Nach diversen Wendemanövern passiert das Unfassbare: angekommen! Mein Freund und Helfer strahlt jetzt, als er mir den Zettel zurückgibt. Wahrscheinlich ist er genauso froh wie ich.
An der Haustür hängt – man glaubt es kaum – ein Zettel: „Hallo Monika, dein Zimmer ist die #2. Einfach reingehen und die Treppe in den 1. Stock nehmen, das Zimmer ist offen.“ Damit findet die Schnitzeljagd in Zimmer 2 um 2.30 Uhr ihr glückliches Ende und ich bin gespannt auf das Land, in dem man die Haustür einfach offen lassen kann.

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