Hannover – Feste feiern

August 2013

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Geschätzte 50% der Hannoveraner finden unterm Schwanz zusammen und die andere Hälfte an der Kröpcke-Uhr. Das dazugehörige Pferd samt Reiter blickt vom Bahnhof aus Richtung Einkaufsmeile, die genauso uniform ist wie in wohl jeder anderen Stadt auch.

Gehen wir also lieber in die Altstadt. Hier steht der Rest an Fachwerkhäusern, die der Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs verschont hat. Und jetzt kommen wir zum Ritual des Lüttje-Lage-Trinkens. Die Kunst besteht darin, ein kleines Glas Alt und einen Korn gleichzeitig und mit nur einer Hand aus zwei Gläsern zu kippen. Der Korn läuft in das Bier und das Gemisch dann idealerweise in den Mund, aber gern auch in die Nase oder über angrenzende Körperteile. Hier kann man sehen, wie’s funktioniert.

IMG_0083_1Wer die Stadt lieber mit klarem Kopf sehen möchte, sollte sich einen Abstecher in die Markthalle gönnen. Am Samstag Vormittag finden sich diejenigen ein, die das Wochenende gemütlich einläuten wollen oder gerade die sonderbarsten Dinge auf dem Flohmarkt an der Leine erstanden haben. Ein Flohmarkt übrigens, der nicht durch Kunsthandwerk oder Pseudo-Antikes verwässert ist.

 

 

 

Das Schützenfest? Nun ja, es ist das größte der Welt, sehr traditionell und … für meinen Geschmack ein bisschen angestaubt.

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Das Maschseefest im August hingegen zieht alle Hannoveraner an. Zweieinhalb Wochen lang steigen am jedem Abend verschiedene Partys. Und wenn das Wetter mitspielt, so wie in diesem Jahr, gibt’s kein Halten mehr.

Die Herrenhäuser Gärten gehören zweifellos zu den Schmuckstücken Hannovers. 14 Tage lang stehen jedoch nicht geometrischen Gartenanlagen im Vordergrund, sondern bilden nur die Bühne für das Kleine Fest im Großen Garten. Über das ganze weiträumige Gelände verteilt präsentieren sich alle Facetten der europäischen Kleinkunst. Das Picknicken auf den Rasenflächen ist ausdrücklich erwünscht. Und am Ende des Tages steigt ein fantastisches Feuerwerk. Wenn man einen lauen Sommerabend erwischt, ist es ein Genuss für alle Sinne.

Noch mehr Anregungen gefällig? Hier habe ich mal ein paar O-Töne von Hannoveranern zusammengetragen:

„Die Limmerstraße, wo alle Kulturen zusammen finden und außer bei Frost das Leben auf der Straße statt findet. Aus anderen Stadtteilen kommt man am Wochenende zum „Limmern“(=am Kiosk Bierchen kaufen und auf der Straße feiern) allerdings sehr zum Leidwesen der Anwohner. Sonstige Besonderheiten der Limmerstraße: Apollo Programmkino, „die BAR“, Street kitchen (vietnamesische frische Küche).
Die Ihme zum Spazierengehen im Grünen mit diversen Lokalen, zum Beispiel dem Strandleben mit Sand und Liegestühlen.
Das „11a “ am Küchengarten bietet tolle regionale frische Küche mit der Weinbar „Ihmerauschen“.
Samstags der Lindener Markt, superschön und gemütlich“

„Eine Fahrt mit dem (deutschland-, europa-, weltweit?) einzigen schrägen Aufzug auf die Rathauskuppel ist ein unbedingtes „Muss“, zumal man bei gutem Wetter einen tollen Blick über Hannover hat. Anschließend Kaffeetrinken im Gartensaal des Rathauses mit Blick auf den Maschteich.
Das legendäre Jazzfestival „swinging Hannover“ alljährlich vor dem Rathaus am Himmelfahrtstag.“

„Petanque spielen in der Herrenhäuser Allee. Überhaupt Herrenhausen: das Kleine Fest im Großen Garten sowie die dortige  Aufführung des Sommernachtstraums – von Heinz Rudolph Kunze musikalisch umgesetzt – mit vorherigem Picknick in der Gartenanlage.“

„In der Mehlstraße gibt es auf dem Dach des Parkhauses eine Strandbar mit Sand und Strandkorb.“

noch mehr Hannover:
Hannover, die ewig Unterschätzte

 

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Geschätzte 50% der Hannoveraner finden unterm Schwanz zusammen und die andere Hälfte an der Kröpcke-Uhr. Das dazugehörige Pferd samt Reiter blickt vom Bahnhof aus Richtung Einkaufsmeile, die genauso uniform ist wie in wohl jeder anderen Stadt auch.

Gehen wir also lieber in die Altstadt. Hier steht der Rest an Fachwerkhäusern, die der Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs verschont hat. Und jetzt kommen wir zum Ritual des Lüttje-Lage-Trinkens. Die Kunst besteht darin, ein kleines Glas Alt und einen Korn gleichzeitig und mit nur einer Hand aus zwei Gläsern zu kippen. Der Korn läuft in das Bier und das Gemisch dann idealerweise in den Mund, aber gern auch in die Nase oder über angrenzende Körperteile. Hier kann man sehen, wie’s funktioniert.

IMG_0083_1Wer die Stadt lieber mit klarem Kopf sehen möchte, sollte sich einen Abstecher in die Markthalle gönnen. Am Samstag Vormittag finden sich diejenigen ein, die das Wochenende gemütlich einläuten wollen oder gerade die sonderbarsten Dinge auf dem Flohmarkt an der Leine erstanden haben. Ein Flohmarkt übrigens, der nicht durch Kunsthandwerk oder Pseudo-Antikes verwässert ist.

 

 

 

Das Schützenfest? Nun ja, es ist das größte der Welt, sehr traditionell und … für meinen Geschmack ein bisschen angestaubt.

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Das Maschseefest im August hingegen zieht alle Hannoveraner an. Zweieinhalb Wochen lang steigen am jedem Abend verschiedene Partys. Und wenn das Wetter mitspielt, so wie in diesem Jahr, gibt’s kein Halten mehr.

Die Herrenhäuser Gärten gehören zweifellos zu den Schmuckstücken Hannovers. 14 Tage lang stehen jedoch nicht geometrischen Gartenanlagen im Vordergrund, sondern bilden nur die Bühne für das Kleine Fest im Großen Garten. Über das ganze weiträumige Gelände verteilt präsentieren sich alle Facetten der europäischen Kleinkunst. Das Picknicken auf den Rasenflächen ist ausdrücklich erwünscht. Und am Ende des Tages steigt ein fantastisches Feuerwerk. Wenn man einen lauen Sommerabend erwischt, ist es ein Genuss für alle Sinne.

Noch mehr Anregungen gefällig? Hier habe ich mal ein paar O-Töne von Hannoveranern zusammengetragen:

„Die Limmerstraße, wo alle Kulturen zusammen finden und außer bei Frost das Leben auf der Straße statt findet. Aus anderen Stadtteilen kommt man am Wochenende zum „Limmern“(=am Kiosk Bierchen kaufen und auf der Straße feiern) allerdings sehr zum Leidwesen der Anwohner. Sonstige Besonderheiten der Limmerstraße: Apollo Programmkino, „die BAR“, Street kitchen (vietnamesische frische Küche).
Die Ihme zum Spazierengehen im Grünen mit diversen Lokalen, zum Beispiel dem Strandleben mit Sand und Liegestühlen.
Das „11a “ am Küchengarten bietet tolle regionale frische Küche mit der Weinbar „Ihmerauschen“.
Samstags der Lindener Markt, superschön und gemütlich“

„Eine Fahrt mit dem (deutschland-, europa-, weltweit?) einzigen schrägen Aufzug auf die Rathauskuppel ist ein unbedingtes „Muss“, zumal man bei gutem Wetter einen tollen Blick über Hannover hat. Anschließend Kaffeetrinken im Gartensaal des Rathauses mit Blick auf den Maschteich.
Das legendäre Jazzfestival „swinging Hannover“ alljährlich vor dem Rathaus am Himmelfahrtstag.“

„Petanque spielen in der Herrenhäuser Allee. Überhaupt Herrenhausen: das Kleine Fest im Großen Garten sowie die dortige  Aufführung des Sommernachtstraums – von Heinz Rudolph Kunze musikalisch umgesetzt – mit vorherigem Picknick in der Gartenanlage.“

„In der Mehlstraße gibt es auf dem Dach des Parkhauses eine Strandbar mit Sand und Strandkorb.“

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Hannover, die ewig Unterschätzte

 

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